- Sie befinden sich hier:
- Startseite
- ¬ Wissen
- ¬ FAQ Übersicht
- ¬ Können vererbbare Augenkrankheiten eine Generation überspringen?
Wissen › FAQ
Können vererbbare Augenkrankheiten eine Generation überspringen?
Ein gutes Beispiel für das Überspringen einer Generation bei einer vererbbaren Augenkrankheit ist der sogenannte Nystagmus. Bei dieser Krankheit handelt es sich um ein unkontrolliertes Bewegen der Augenmuskulatur. Die Augäpfel bewegen sich hin und her, ohne dass der Patient die Bewegung wahrnimmt. Das Sehzentrum des Gehirns wird bei dieser Krankheit sehr beansprucht. Dadurch wird allerdings die Sehschärfe erheblich eingeschränkt. Diese Einschränkung lässt sich auch nicht vollständig mit einer Sehhilfe korrigieren.
Der Nystagmus wird in der Regel nicht direkt von einem Elternteil auf das Kind übertragen. Leidet die Mutter an dieser Krankheit, kann sie sie nur an ihre Enkeltochter vererben. Allerdings nur, wenn die Enkeltochter von ihrem Sohn ist. Auf die Kinder ihrer Tochter, kann diese Krankheit nicht übertragen werden. Leidet dagegen der Vater an einem Nystagmus, kann er diese Krankheit nur an seinem Enkelsohn vererben. In diesem Fall muss der Enkel aber der Sohn seiner Tochter sein. Daran sieht man, dass der Nystagmus eine vererbbare Augenkrankheit ist, die nicht nur eine Generation überspringt, sondern auch abhängig vom Geschlecht ist.
Es gibt aber auch noch andere vererbbare Augenkrankheiten, die eine oder sogar mehrere Generationen überspringen können. Dazu gehören unter anderem das Glaukom, auch grüner Star genannt, der graue Star und auch die Nachtblindheit. Bei diesen vererbbaren Augenkrankheiten gibt es aber keine genauen Regeln der Vererbung. Sie überspringen mitunter auch zwei Generationen und sind nicht vom Geschlecht abhängig.
Leider ist die Augenheilkunde noch nicht so weit, viele der vererbbaren Augenkrankheiten zu heilen. In den meisten Fällen beschränkt sich die Therapie auf die Erteilung einer angepassten Sehhilfe.
