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Wissen › FAQ

Warum ist eine Netzhautablösung schädlich für das Auge?




Als Netzhautablösung bezeichnet man die Trennung zwischen der Netzhaut und ihrer Unterlage, dem Pigmentepithel. In der Regel bedarf es für eine Netzhautablösung der Entstehung eines Loches in der Netzhaut. Durch dieses Loch fließt Flüssigkeit vom Glaskörper unter die Netzhaut und löst diese von dem Pigmentepithel, mit dem sie nicht fest verwachsen ist.

Eine Netzhautablösung muss schnell behandelt werden, weil eine abgelöste Netzhaut nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann. Je länger diese Erkrankung unbehandelt bleibt, desto größer ist die Gefahr für eine bleibende Sehschädigung bis hin zu einer Erblindung.

Die Behandlung einer Netzhautablösung kann nicht die Wiederherstellung der ursprünglichen Sehkraft garantieren. Deshalb sollten die Vorstadien einer Netzhautablösung, die Netzhautlöcher, durch regelmäßige prophylaktische Untersuchen rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

Netzhautlöcher entstehen oft aus verdünnten Netzhautstellen und liegen an den Randbereichen der Netzhaut. Dort kann es durch eine spontane Glaskörperabhebung zu Einrissen der Netzhaut kommen, weil hier oftmals eine festere Verbindung zwischen der Netzhaut und dem Glaskörper besteht.

Es gibt folgende Risikofaktoren für eine Netzhautablösung:

Verdünnte Netzhautstellen
Kurzsichtigkeit
Peration eines grauen Stars.
Familie (Blutsverwandtschaft), in der eine Netzhautablösung vorgekommen ist
Netzhautablösung auf einem Auge bedeutet für das andere Auge ein Risiko von ca. 10 %

Aus dem letztgenannten Grund muss das andere Auge regelmäßig untersucht werden, um Netzhautlöcher rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.

Zeichen für Verdichtungen des Glaskörpers bedeuten immer einen Stabilitätsverlust und werden von vielen Menschen als kleine, hin und her schwimmende schwarze Punkte oder sogenannte fliegende Mücken wahrgenommen, wenn sie gegen einen hellen Hintergrund blicken.

Wenn sich der Glaskörper abhebt, zieht er dabei an der Netzhaut. Dieses Ziehen wird oft als Lichtblitze bemerkt, die aber auch andere Ursachen haben können. Sie warnen vor einer drohenden Netzhautablösung, treten aber nur in ca. 60 % aller Fälle auf.

Der Beginn einer Netzhautablösung macht sich oft nur durch eine Verdunklung oder einen schwarzen Vorhang im Randbereich des Gesichtsfeldes, bemerkbar. Bei Fortschreiten der Netzhautablösung wird dieser Schatten größer. Erst wenn die Netzhautablösung die Stelle des schärfsten Sehens abgelöst hat, leidet auch die Sehschärfe.

Anzeichen für eine Netzhautablösung sollten also immer ernst genommen werden.