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Wissen › FAQ

Was ist eine Hornhauttransplantation?




Die Hornhauttransplantation, auch Keratoplastik genannt, ist die häufigste Organtransplantation überhaupt. Daher gilt sie als ein Routineeingriff. Die Hornhaut ist die äußere Begrenzung des Auges. Im Normalfall ist sie glasklar.

Entstehen Eintrübungen auf der Hornhaut kommt es zu einer Sehverschlechterung, die sich normalerweise auch nicht wieder zurückbilden. Ab einem Gewissen Grad der Sehverschlechterung ist die einzige Lösung eine Hornhauttransplantation.

Dabei wird die erkrankte Hornhaut durch eine gesunde Spenderhornhaut ersetzt. Ursachen für eine nicht mehr intakte Hornhaut können Verformungen oder Narben durch Verletzungen oder Entzündungen sein. Aber auch altersbedingt kann sich die Hornhaut verändern.

Eine Abstoßungsgefahr bei einer Keratoplastik besteht in der Regel nicht. Da die Hornhaut keine Blutgefäße besitzt, in der sich die Zellen die andere Zellen als fremd sehen könnten befinden.

Eine Ausnahme ist es wenn Blutgefäße in die Hornhaut eingesprosst sind. Dann ist es wichtig, das die Spenderhornhaut besonders sorgfältig ausgesucht wird. Sie muss bestmöglich dem Gewebe des Empfängers entsprechen. Dadurch lässt sich die Abstoßungsgefahr größtenteils verringern.

Hornhautspender können alle Menschen im Alter von zehn bis 85 Jahre sein. Die Spenderhornhäute werden von Verstorbenen Menschen gewonnen. Entweder hat sich der Verstorbene zu Lebzeiten dazu entschieden (Organspenderausweis), oder aber die Angehörigen haben die Möglichkeit nach dem Tod darüber zu entscheiden.

Bis zu 76 Stunden nach dem Eintreten des Todes können Spenderhornhäute entnommen werden. Ist die Spenderhornhaut entnommen, wird sie zu einer Hornhautbank gebracht. Diverse Tests und Untersuchungen lassen eine Krankheit der Spenderhornhaut ausschließen.
Die Hornhautbanken kümmern sich jedoch nicht nur um die Spenderhornhaut, sondern ordnen diese auch den Empfängern zu.

Die Spenderhornhaut kann in einem Brutschrank bis zu sechs Wochen erhalten bleiben.
So kann der Empfänger in Ruhe auf die Transplantation vorbereitet werden. Bei der perforierenden Keratoplastik wird mit einem Messer ein Hornhautteil heraus gestanzt. In diese Lücke wird dann ein etwas größeres stück Spenderhornhaut eingenäht. Dies wird unter einem Operationsmirkroskop durchgeführt.

Bei der lamellären Keratoplastik werden nur die oberen Schichten der Hornhaut ersetzt. Die Transplantation kann entweder unter Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung vorgenommen werden.

Nach der Operation kann bei Bedarf eine Schmerzbehandlung erfolgen.
Die Nachsorge nach einer solchen Transplantation ist sehr wichtig und dient dazu Abstossungsreaktionen rechtzeitig zu erkennen.