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Wissen › Lexikon

Akanthamöben-Keratitis



Die Akanthamöben-Keratitis ist eine seltene Hornhautentzündung, die von einer Einzelligen, zu den Protozoen zählenden Amöbenart verursacht wird. Durch mikroskopische Verletzungen der Hornhaut dringen die Akanthamöben ein und sind sehr schwer nachzuweisen. Ursache einer Infektion sind Hygienefehler beim Tragen von Kontaktlinsen, Hornhautverletzungen sowie mit Akanthamöben kontaminiertes Wasser.

Symptome sind ringförmige, weißlich-entzündliche Veränderungen der Hornhaut (Ringeinfiltrate), Schädigung der oberen Hornhautschichten (Epitheldefekte), Geschwürbildungen und starke Schmerzen.
Behandelt wird eine Akanthamöben-Keratitis mit der Gabe von Augentropfen über 4 Wochen. Eine schnelle Diagnose und Therapie sind vonnöten, da bei einer Verzögerung eine Hornhauttransplantation erforderlich werden kann, um die Sehfähigkeit zu retten. Diese sollte zügig erfolgen, da Akanthamöben in den Randbereich der Hornhaut wandern und das Transplantat wieder infizieren können.