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Augenzittern


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Unter Augenzittern oder auch Nystagmus versteht man ein unwillkürliches, rhythmisches sich Hin- und Herbewegen der Augen.

Das Augenzittern kann man in zwei Hauptkategorien einteilen: den physiologischen und den pathologischen Nystagmus.

Beim physiologischen Nystagmus handelt es sich um ein Zittern, dessen Ursache nicht auf eine Krankheit zurückzuführen ist. Es ist völlig normal und unerlässlich für die Wahrnehmung der Umgebung. Man kann dies z. B. während einer Auto- oder Zugfahrt beobachten, wenn man den Mitfahrenden in die Augen sieht, während sie durch das Fenster die vorbeiziehende Landschaft betrachten.

Das pathologische Augenzittern tritt in vielen Formen auf und stellt eine Störung des Sehens dar. Es wird unterteilt in einen angeborenen (kongenialen) Nystagmus und einen erworbenen Nystagmus. Das angeborene Augenzittern ist meist harmlos und dem Erkrankten nicht bewusst. Es wird von ihm nicht als Bildwackeln wahrgenommen und tritt häufig in den ersten Lebensmonaten auf, um dann im Laufe von ein paar Jahren wieder zu verschwinden. Oft machen sich Eltern große Sorgen, dass ihr Kind blind sein könnte, wenn sie bemerken, dass es nicht in der Lage ist, Objekte zu fixieren.

Nach einer fachärztlichen Untersuchung kann festgestellt werden, ob eine motorische oder sensorische Form des angeborenen Augenzitterns vorliegt. Bei der motorischen Form muss keine Augen- oder Hirnschädigung befürchtet werden. Wenn eine sensorische Form des Zitterns diagnostiziert wird, kann auf eine vererbte Fehlbildung oder eine organische Beeinträchtigung zurückgeschlossen werden.

Im Gegensatz zum angeborenen wird das erworbene Augenzittern von Betroffenen ganz bewusst als störendes Bildwackeln wahrgenommen. Es entsteht entweder durch Verletzungen des Hirnstamms- oder des Kleinhirns, durch die Nebenwirkung von Medikamenten und Drogen sowie durch Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans. Begleitet wird es oft von Schwindel und einer Beeinträchtigung des Gehörs.

Für eine Therapie des pathologischen Augenzitterns sollte der Betroffene über eine „Neutralzone“ verfügen. Dabei handelt es sich um eine Blickrichtung, in der die Frequenz des Zitterns sehr niedrig ist. Durch die Anwendung von Prismengläsern oder einem operativen Eingriff am Augenmuskel kann ihm dann geholfen werden.