Kategorien

  • Allgemein
  • Gesundheit
  • Tipps
 
 
 

Über uns

 
 
 

Was ist Schielen und wie wirkt es sich aus

06.05.2010 - Quelle: Direkt zur Quelle...

Schielen wird auch „Stabismus“ genannt und meint damit eine immer wieder auftretende Fehlstellung der Augen. In Deutschland leiden etwa zwei Millionen Menschen an Schielen. Bei schielenden Menschen sieht man es genau, da mindestens 1 Auge eine Fehlstellung aufzeigt, schlimmer jedoch sind die verbundenen Sehstörungen die dabei auftreten.

Normalerweise funktionieren die Augen so, dass sie immer in die selbe Richtung schauen und dabei jeweils ein Bild entstehen lassen, welches sich leicht verschoben unterscheidet, dadurch kann das Gehirn ein dreidimensionales Bild herstellen.
Wenn man jetzt aber schielt, so sind die Unterschiede der Bilder zu groß und das Gehirn kann sie nicht mehr richtig zusammenfügen und so können Doppelbilder entstehen.

Bei Klein Kindern kann sich das Gehirn noch gegen die übermittelten Bildern wehren, dann wird einfach vom schielenden Auge das Bild unterdrückt. Dieser Vorgang ist jedoch Gefährlich, da dass nicht benutzte Auge immer weiter abgeschwächt wird. Diese Sehschwäche nennt man Amblyopie.

Wird diese Krankheit im Kindesalter nicht behandelt, entwickeln 90% der Betroffenen Kinder eine einseitige Amblyopie. Betroffen Personen können nicht mehr Lernen wie man beidäugig oder dreidimensional zu sehen. Diese sind dann Unfall gefährdender und sind bei der Berufswahl eingeschränkter.

Wird die Amblyopie jedoch frühzeitig erkannt und Behandelt kann sie fast immer verhindert oder beseitigt werden.
Ein Mythos ist, dass Schielen raus wachsen könne, dem ist aber nicht so und muss immer behandelt werden.
Einzig bei Babys kann das Schielen mal vorkommen, da sie am Anfang alles unscharf erkennen und das Auge sich noch die Sehschärfe antrainieren muss. Denn auch das fixieren des Auges muss Trainiert werden. Erst wenn ein Auge ständig abweicht sollte man den Augenarzt aufsuchen, denn man darf keine Zeit verlieren, da dass Lernprogramm des Auges bereits mit dem Schulbeginn abgeschlossen ist und mögliches Schielen bereits im Säuglingsalter erkannt werden kann.

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, zu einem kann eine Brille die Fehlstellung korrigieren.

Dann gibt es noch die Hautpflasterbehandlung bei dem abwechselnd die Augen verdeckt werden um besonders das schwache Auge zu trainieren.

Dann gibt es noch die Schielenoperation bei der etwas Bindehaut um die Augenmuskeln geöffnet um die Muskeln zu regulieren. Diese Operation hilft allerdings nicht gegen eine Sehschwäche, dennoch aber gegen das Schielen. 48 Stunden nach der Operation ist noch einmal besondere Vorsicht zu wahren, da das Auge bei jeder Bewegung reagiert.